Description: Ist die Rede von Vitamin B17, kommt schnell die Behauptung auf, es sei giftig. Nicht umsonst habe die FDA Ende der 70er Jahre jegliche Nahrungszusätze mit Vitamin B17 verboten. Diese Aussage ist wohl der Tatsache geschuldet, dass chemisch stabil gebundene Blausäure enthalten ist. Und wenn erstmal Blausäure genannt wird, ist die Aussage, dass Aprikosenkerne giftig…
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Sind bittere Aprikosenkerne giftig?

Ist die Rede von Vitamin B17, kommt schnell die Behauptung auf, es sei giftig. Nicht umsonst habe die FDA Ende der 70er Jahre jegliche Nahrungszusätze mit Vitamin B17 verboten. Diese Aussage ist wohl der Tatsache geschuldet, dass chemisch stabil gebundene Blausäure enthalten ist.

Und wenn erstmal Blausäure genannt wird, ist die Aussage, dass Aprikosenkerne giftig sind, nicht weit. Dass diese gebundene Blausäure ungiftig ist und erst dann zum Gift wird, wenn sie durch ein besonderes Enzym gespalten wird, rückt für den Vitamin B17 Gegner schnell in den Hintergrund.

Von daher kann man drei Faktoren aufzählen, die zur Klärung der Frage beitragen, ob Aprikosenkerne giftig sind oder nicht:

Ob Aprikosenkerne giftig sind, hängt von drei Faktoren ab.

Wie hoch ihr Gehalt an Vitamin b17 ist.

Je nach Größe enthalten bittere Aprikosenkerne bis zu 3mg Blausäure. Im Durchschnitt enthält ein mittelgroßer Aprikosenkern etwa die Hälfte dessen. Doch, da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann der Blausäuregehalt schwanken.

Die Freisetzung der Blausäure durch Enzyme

Vitamin b17 wird durch ein Enzym in seine Einzelteile gespalten, ein Enzym, dass sich in Krebszellen und in der Schale des bitteren Aprikosenkerns findet. Wird nun eine Krebs Therapie mit Aprikosenkernen angestrebt, sollten die bitteren Aprikosenkerne blanchiert werden, damit gesunde Zellen nicht unnötig beschädigt werden.

Auch können unabhängig davon Bakterien im Darm gewisse B17 Anteile abbauen, weswegen selbst blanchierte Aprikosenkerne nicht in Massen verzehrt werden sollten. Von daher sollte man sich mit dem behandelnden Arzt lieber auf Vitamin B17 Infusionen einigen, da somit der Darm umgangen wird.

Wieviel Blausäure kann der Mensch entgiften?

Unserem Körper wurde ein Blausäure abbauendes Enzym mit auf den Weg gegeben, die Rhodanase (Thiosulfat Sulfurtransfarese). Vor allem in der Leber vorkommend, wandelt dieses Enzym die Blausäure in das weniger giftige Rhodanid um. Im Darm resorbierte Blausäure wird jedoch in Thiocyanat umgewandelt.

Ein erwachsener Mensch kann somit 20-30 mg Blausäure pro Tag abbauen.

Ob Aprikosenkerne giftig sind, hängt somit von der verzehrten Menge ab. Die als Faustregel genannte Anzahl liegt bei ca. 40 Aprikosenkernen pro Erwachsener pro Tag.

Das Gift der Blausäure blockiert die Zellatmung in Mitochondrien und die Zelle erstickt innerlich. Hat ein Mensch eine zu hohe Dosis Blausäure zu sich genommen und kann diese nicht mehr abbauen, kommt es zu entsprechenden Syntomen. Diese fangen mit einem Kratzen im Hals, Übelkeit, Schwindel und tiefem und schnellem Atmen an. Spätestens bei diesen Anzeichen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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